Spülmittel plastikfrei

Spülmittel ohne Plastik

Spülen

Spülmittel ohne Plastik ist ein heikles Thema. Herkömmliche Mittel aus der Plastikflasche sind überall erhältlich und liefern die gewohnte Qualität. Wer sich auf die Suche nach Alternativen macht, wird schnell enttäuscht. Unverpackt-Läden gibt es nur in Städten. Und einige Öko-Spülmittel enttäuschen bei der Reinigungskraft. Plastik zu vermeiden hat leider seine Tücken. Da heißt es Kompromisse finden.

Spülmittel in Großpackungen

Wer viel Spülmittel verbraucht und dabei Plastik sparen möchte, kann sich online direkt einen Kanister davon bestellen. Vor dem Umstieg zur Großpackung sollte man jedoch sicher sein, dass man mit der Qualität wirklich glücklich wird. Bei Stiftung Warentest kamen die bekannten Öko-Spülmittel von Ecover und Frosch überraschend schlecht weg. Daher kauft man sich am besten erst eine kleine Flasche zum Testen.

Spülmittel ohne Plastik bei DM Österreich

In Österreich hat man sogar bei DM die Möglichkeit, Spülmittel und Waschmittel abzufüllen. Was als kleiner Testlauf gestartet ist, macht jetzt Schule. Nun gibt es bereits über 20 Abfüllstationen in österreichischen DM-Filialen. Noch mehr Geschäfte haben bereits Interesse an dem Konzept angemeldet. Was für eine tolle Entwicklung! Da kann man als Deutscher nur neidisch zuschauen.

Spülmittel ohne Plastik selber herstellen

Spülmittel kann man relativ leicht selbst herstellen – man muss nur wissen wie. Das Startup Sauberkasten hilft dabei. Mit dem Baukastensystem aus Essig, Natron und Kernseife kannst du auch Spülmittel und weitere Reinigungsmittel verpackungsfrei anmischen. Durch die mitgelieferten Anleitungen, Mischgefäße und Flaschen kann man direkt loslegen.

In welche Pumpflasche fülle ich mein Spülmittel?

Ob der Kanister zuhause steht oder im Unverpackt-Laden, am Abfüllen kommt man nicht vorbei. Passende Pumpflaschen habe ich im Artikel Seifenspender ohne Plastik vorgestellt. Diese kann man natürlich auch für Spülmittel verwenden. Dank eines universellen Pumpkopfs, den man auch auf große Glasflaschen aufbringen kann, muss man sich seltener bevorraten.

Sind Flaschen aus Altplastik (Recyclat) eine Lösung?

Wer trotzdem zur normalen Packungsgrößen tendiert oder schnell zu DM geht, lässt sich vielleicht von Marken wie Frosch oder Seepje locken. Diese werben mit recyceltem Plastik. Solche Gemische aus recyceltem Plastik und Plastik auf Pflanzenbasis sind zwar ein Schritt in die richtige Richtung, aber noch keine perfekte Lösung.

Es wird somit kein neues Plastik auf Erdölbasis erzeugt und das Plastik bleibt in einem Wertstoffkreislauf. Es entsteht also kein Müll – Plastik wird als Ressource betrachtet und weiterverarbeitet. Das ist wünschenswert, funktioniert aber nur, wenn sich Unternehmen im großen Stil beteiligen. Denn dann wird Recycling lukrativer als die Option, Müll einfach zu verbrennen oder nach Asien zu verkaufen.

Im Moment beträgt die Recyclingquote von Kunststoff höchstens 15%. Das meiste wird also nicht weiter verwertet. Deswegen kann man durchaus die Position vertreten, dass man als Verbraucher Produkte in Altplastik kaufen sollte. Auf diese Weise würde der Entsorgungs- und Recyclingwirtschaft deutlich gemacht werden, dass sich die Aufbereitung von Altplastik sehr wohl wirtschaftlich lohnen kann. Dann würde auch seitens der Unternehmen stärker an Verwendungsmöglichkeiten und grünen Alternativen geforscht werden.

Bei ökologischen Herstellern wie Frosch ist das bereits der Fall. Sie bieten Spülmittel in Altplastik-Flaschen an und haben eine Forschungs-Initiative gestartet, an der sich auch andere Unternehmen beteiligen können. Weitere nachhaltige Firmen wie Claro, Ecover, Almawin, Klar und Sodasan bieten ebenfalls Spülmittel in Flaschen aus Recyclat an. Klicke auf die Marken für mehr Informationen.

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