Plastikfrei rasieren, Rasierhobel Edelstahl

Rasierer ohne Plastik

Hygieneartikel

Rasieren ohne Plastik liegt total im Trend. Immer mehr Menschen interessieren sich dafür, nicht zuletzt weil es sehr preiswert ist. Jedoch herrscht auch ein gehöriger Respekt vor der Einfachklinge. Im Netz kursieren allerlei Horrorgeschichten zum Rasierhobel. Doch ich möchte Entwarnung geben: Mit dem richtigen Modell, einer guten Rasierseife und etwas Geduld kann eigentlich nichts schief gehen.

Rasierhobel – worauf Einsteiger achten sollten

Fangen wir beim Griff an. Der sollte nicht zu kurz sein. Insbesondere wenn man große Hände hat, bekommt man sonst das Gefühl, nicht alles unter Kontrolle zu haben. Das Material ist Geschmackssache. Ich persönlich empfehle einen Edelstahlgriff, da es sich beim Badezimmer um einen Nassraum handelt. Rasierhobel aus Holz oder Bambus können unter der Feuchtigkeit leiden, während echtes Edelstahl unverwüstlich ist.

Es gibt verschiedene Rasierermodelle. Sie unterscheiden sich danach, wie die Klingen eingesetzt werden und ob der Kamm offen oder geschlossen ist. Für Einsteiger ist ein geschlossener Kamm die bessere Wahl. Die Haut kommt weniger offensiv mit der Klinge in Kontakt. Die Rasur ist sanfter und sicherer. Beim Einsetzen der Klingen ist der Butterfly-Mechanismus am komfortabelsten und damit für den Anfang ideal. Prinzipiell sind auch Schraubverschlüsse kein Nachteil. Achtet also auf diese Stichwörter beim Kauf.

Rasierhobel mit Edelstahlgriff

Ein Rasierhobel ist online schon ab 12 Euro zu haben. Ob Mann oder Frau, bei diesem Preisen macht man nichts falsch. Wem „Made in Germany“ wichtig ist, der ist mit den Traditionsmarken Mühle und Merkur am besten beraten. Achtung: Nicht bei jedem Anbieter sind auch Klingen dabei.

Rasierhobel mit Holz- und Bambusgriff

Wer ein trockenes Plätzchen für den Rasierhobel hat, kann selbstverständlich auch einen mit Holgriff wählen. Dauerhaft schadet die Nässe dem Material jedoch. Bei Bedarf kann auch mit etwas Leinöl nachgepflegt werden. Auch Bambus eignet sich hervorragend als Griff.

Rasiert eine einzelne Klinge schlechter?

Im Vergleich zum Systemrasierer aus der Drogerie kommt beim Rasierhobel nur eine einzige Klinge zum Einsatz. Aus der Werbung haben wir gelernt, dass Haare dadurch weniger effizient entfernt werden. Je mehr Klingen, desto besser!? Stimmt nicht. Rasierhobel-Fans schwören sogar, dass die Rasur damit schneller und besser erledigt wird. Auch Hautirritationen treten bei korrekter Anwendung nicht häufiger, sondern seltener auf.

Einen echten Unterschied gibt es dennoch: Markenrasierer von Wilkinson & Co. kann man auch im trockenen Zustand verwenden. Die Plastikteile schützen die Haut, komme was wolle. Vor der Benutzung einer einfachen Klinge sollte die Haut stets gründlich eingeseift werden. Egal, ob man den Bart oder Körperhaare trimmen will.

Zubehör: Klingen und plastikfreie Rasierseife

Wer jahrelang Systemrasierer und Klingen zu horrenden Preisen gekauft hat, kann es gar nicht fassen, wie günstig klassische Rasierklingen sind. Rasieren wie zu Großvaters Zeiten zahlt sich aus. Mit der richtigen Rasierseife macht die Rasur gleich noch mehr Spaß. Als After Shave im Glas bietet sich zum Beispiel Aloe Vera Öl an: Es wirkt gegen Rasierbrand.

Alternativen zum Rasierhobel? Einfach nachschärfen!

Du traust dich nicht? Trotz aller Argumente bleibt deine Skepsis erhalten? Verständlich, schon das Wort Rasierhobel lässt nichts Gutes erahnen. Doch im Ernst, wer noch mit seinem Rasierer zufrieden ist und dennoch im Bad Plastik sparen möchte, kann einen Kompromiss finden: Versuche einfach, deinen Systemrasierer länger zu verwenden.

Zu diesem Zweck gibt es online Klingenschärfer zu kaufen. Diese verlängern die Lebensdauer jeglicher Klingen um mehrere Monate. Auch 5-fach Klingen lassen sich nachschärfen.

Das plastikfreie Modell von Eureka besteht aus Abziehleder und Erlenholz. Im Grunde gehört so ein Klingenschärfer in jedes Haus. Er verlängert schließlich auch das Leben von einfachen Rasierklingen.

Ebenso kann eine alte Jeans zum Schärfen von Rasierklingen dienen. Dieser alte Haushaltstipp dient auch heute noch dazu, die Lebensdauer von Klingen zu verlängern. Wenn die Klingen oder der Griff ausgedient haben, kannst du ja nochmal überlegen, ob du dich jetzt an das Projekt Rasierhobel herantraust.

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