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Reinigungsmittel ohne Plastik

Putzmittel plastikfrei
HYDROPHIL: Gemeinsam

Reinigungsmittel ohne Plastik zu bekommen war früher gar nicht so einfach. Wer nicht gerade einen Unverpackt-Laden in der Nähe hatte, musste seine Putzmittel selber machen. Inzwischen hat sich viel getan. Es gibt plastikfreie Putzmittel-Tabs und Baukästen, die das Anmischen nachhaltiger Reinigungsmittel zum Kinderspiel machen.

Ganz ohne Plastik geht es trotz selbstgemachter Putzmittel nicht, denn die Sprühflaschen bestehen weiterhin aus Kunststoff. Macht aber nichts, denn man kann sie immer wieder verwenden. Schließlich ist Plastik so gut wie unverwüstlich.

Vorhandene Flaschen auffüllen mit Putz-Tabs

Immer mehr Startups vertreiben Reinigungs-Tabs, die man nur in Wasser auflösen muss. In den letzten Monaten ist ein regelrechter Wettbewerb zwischen verschiedenen Anbietern ausgebrochen. Sehr gut – so wird plastikfreies Putzen immer bekannter.

Kleine Verpackung, große Wirkung: Biobaula Reiniger-Tabs

Die Reinigungstabs von Biobaula kann man inzwischen in vielen stationären Geschäften kaufen. Für beinahe jeden Anwendungsbereich gibt es das richtige Tab: Badreiniger, Bodenreiniger, Allzweckreiniger, Badreiniger sowie Glasreiniger.

Biobaula besteht aus ausschließlich pflanzlichen Inhaltsstoffen, sind ohne Tierversuche hergestellt und wasserlöslich. Schleppen war gestern: Mit nur einem Tab kann man 750ml Reinigungsmittel herstellen. Das spart außerdem Sprit und Transportwege.

Plastikfreie Putzmittel-Tabs von Everdrop

Anzeige | everdrop.de

Das Tab-Prinzip macht Schule: Everdrop setzt ebenfalls auf Putzmittel in Tablettenform. Einfach in Wasser auflösen und schon erhältst du biologisch abbaubaren und veganen Badreiniger, Allzweckreiniger sowie Glasreiniger.

Bei Everdrop bekommst du die Tabletten auch einzeln, in Sets oder mit passenden Sprühflaschen.

Egal wie du dich entscheidest, die Putzmittel-Tabs sind vollständig in Papier verpackt. Die zugegebenermaßen ziemlich stylischen Sprühflaschen bestehen aus recyceltem Plastik. Alle Produkte der Marke gibt es derzeit ausschließlich online.

Reinigungsmittel ohne Plastik im löslichen Folienbeutel

Konkurrenz belebt das Geschäft und so gibt es noch eine weitere Variante aus England: Die plastikfreien Reinigungsmittel von Iron & Velvet sind flüssig und in einer wasserlöslichen Folie verpackt. Das Prinzip ist jedoch das Gleiche.

Vorteile von Putztabs

  • Nutze deine vorhandenen Flaschen einfach weiter
  • Geduld und Geschick beim Herstellen werden nicht benötigt
  • Kein Schleppen mehr

Reinigungsmittel ohne Plastik selber machen

Wer Putzmittel lieber selbst anrühren möchte, sich aber noch unsicher ist, ist bei einem Baukasten richtig aufgehoben. Dort sind alle Inhaltsstoffe bereits enthalten und obendrauf gibt es passende Anleitungen und Rezepte.

Die DIY-Putzbox von Hello Simple

Auch mit der Zero Waste Putzbox von Hello Simple kannst du dank genauer Rezeptanleitungen viele verschiedene Haushaltsreiniger selbst mischen.

Mit enthalten sind Zitronensäure, Natron, Waschsoda und Kernseife. Mit einem ätherischen Öl kommt optional noch etwas Duft hinzu.

5% Rabatt auf alle DIY-Boxen bei Hello Simple

Mit dem Code hellosimple-rabatt-5 erhältst du einen kleinen Rabatt auf die DIY-Boxen, mit denen du Putzmittel, Waschmittel, Bodybutter und Deocreme selbst herstellen kannst. Du kannst ihn auf hellosimple.de einlösen.

Alle Zutaten sind in Papier verpackt und kommen komplett ohne Plastik aus. Das Ergebnis kannst du in Glasflaschen oder vorhandene Putzmittel-Flaschen füllen.

Folgende Reiniger kannst du damit herstellen:

  • Abflussreiniger
  • Allzweckreiniger
  • Bodenreiniger
  • Kalkreiniger
  • Scheuerpaste
  • WC-Reiniger

Sauberkasten: Reiniger selbst herstellen

Der Sauberkasten enthält neben den Zutaten und Rezepten auch die zugehörigen Flaschen. Sogar Gefäße zum Anmischen und ein Kasten zum Aufbewahren sind mit dabei. Es kann also direkt losgehen. Folgende Reiniger kannst du daraus herstellen:

  • Abflussreiniger
  • Bodenreiniger
  • Glasreiniger
  • Lappenreiniger
  • Scheuerpaste
  • Vielzweckreiniger
  • WC-Reiniger

Aus den Zutaten kannst du außerdem Spülmittel, Waschmittel und Deo anrühren. Der Sauberkasten ist so plastikfrei wie möglich. Saubere Leistung des Leipziger Startups.

Gehen einem mal die Zutaten aus, kann im Shop immer wieder nachbestellt werden.

Mit Essig, Natron oder Kernseife putzen

Oma putzte plastikfrei. Essigwasser diente als Allzweckreiniger, Fensterscheiben wurden mit Zeitungspapier poliert. Und es funktioniert noch heute. Essig ist unheimlich vielseitig. Er entfernt schlechte Gerüche aus Kleidung, verdünnte Essigessenz entgrünt sogar Terrassen. Fügt man seinem “Reinigungs-Arsenal” noch Zitronensäure, Kernseife, Natron und Waschsoda hinzu, bekommt man fast alles sauber.

Reinigungsmittel ohne Plastik daraus herzustellen ist aus Verpackungssicht einfach: Natron und Waschsoda gibt es im Papiersack. Essig ist in der Glasflasche erhältlich. Nur die Umsetzung ist nicht immer trivial. Wer sich in das Thema einarbeiten will, findet online unzählige Rezepte zum Ausprobieren.

Auch Bücher wie die von Smarticular enthalten Rezepte für selbstgemachte Reiniger sowie weitere Pflege-, Kosmetik- und Haushaltsprodukte.


Fertige Putzmittel mit möglichst wenig Plastik

Wer kein Vertrauen in Tabs oder selbst angerührte Reinigungsmittel hat, kann auch versuchen, herkömmliche Putzmittel möglichst plastikfrei zu kaufen.

Reinigungsmittel im Kanister kaufen

Ein Mittelweg beim Plastik sparen ist immer, auf Großpackungen zu setzen. So kann man Putzmittel auch im Kanister oder in anderen Großgebinden kaufen. Das für Kanister verwendete PE ist außerdem eine optimal recycelbare Kunststoff-Variante.

Putzmittel in Altplastik-Flaschen (Recyclat)

Bei DM oder in Bioläden sind sie dir vielleicht schon aufgefallen: Ökologische Reingungsmittel werden immer häufiger in recycelten Plastikflaschen und in Bioplastik angeboten. Dazu zählen Produkte von Frosch, Ecover, Almawin, Klar, Sodasan und Seepje.

Flaschen aus Recyclat sind zwar nicht plastikfrei, jedoch wird somit kein neues Plastik auf Erdölbasis erzeugt. Es entsteht also weniger Müll. Plastik wird als Ressource betrachtet und weiterverarbeitet – es verbleibt in einem geschlossenen Wertstoffkreislauf. Eine perfekte Lösung ist es nicht, aber ein Kompromiss.

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