Putzmittel plastikfrei

Reinigungsmittel ohne Plastik

Reinigung & Ordnung

Reinigungsmittel ohne Plastik zu bekommen ist – außer an der Abfüllstation im Unverpackt-Laden – nicht ohne Weiteres möglich. Viele in der Plastikfrei-Community machen ihre Putzmittel daher selbst. Dazu hat nicht jeder Zeit. Manchmal fehlt auch das nötige Geschick, um ein zufriedenstellendes Produkt herzustellen.

Selbst wenn das Projekt „Selbstgemachtes Reinigungsmittel“ gelingt, folgt das nächste Problem: Eine Sprühflasche ohne Plastik gibt es nicht. Ganz plastikfrei geht es also nicht. In diesem Artikel findest du daher keine perfekten Lösungen, aber dafür die besten Kompromisse.

Kleine Verpackung, große Wirkung: Biobaula Reiniger-Tabs

Eine richtig clevere Idee sind die Reinigungstabs von Biobaula. Damit kann man bereits vorhandene Sprühflaschen und Putzmittelbehälter aus Plastik einfach weiter verwenden. Für beinahe jeden Anwendungsbereich gibt es das richtige Tab: Badreiniger, Bodenreiniger, Allzweckreiniger, Badreiniger sowie Glasreiniger. Sie bestehen aus ausschließlich pflanzlichen Inhaltsstoffen, sind ohne Tierversuche hergestellt und wasserlöslich. Mit nur einem Tab kann man 750ml Reinigungsmittel herstellen. Einfach genial, denn auf diese Weise wird nicht nur Plastikmüll eingespart.

Eine ähnliche Idee verfolgt Iron & Velvet aus England. Hier sind die Reinigungsmittel jedoch nicht in Tab-Form, sondern flüssig und in einer wasserlöslichen Folie verpackt. Das Prinzip ist jedoch das Gleiche. Der Vorteil: Kleine Tabs oder auch Folienbeutel lassen sich viel umweltschonender transportieren als große Reinigungsmittelflaschen. Noch dazu ist die Handhabung sehr leicht. Geduld und Geschick beim Herstellen von plastikfreien Reinigungsmitteln werden nicht benötigt. Besser geht es nicht.

Sauberkasten: Reinigungsmittel ohne Plastik selber machen

Konkrete Unterstützung bietet auch der Sauberkasten. Hier ist schon alles enthalten: Zutaten, Rezepte und die zugehörigen Flaschen. Sogar Gefäße zum Anmischen sind dabei. Es kann also direkt losgehen. Das Startup dahinter hat wirklich tolle Arbeit geleistet. Der Sauberkasten ist so plastikfrei wie möglich.

Durch die vorgegebenen Mengen und Rezepte fällt die Experimentierphase hier deutlich kürzer aus. Zeit und Nerven werden geschont. Daher ist der Sauberkasten ein guter Mittelweg, um sich an das Thema ranzutrauen. Leider ist er nicht ganz billig. Gehen einem die Zutaten aus, kann im Shop immer wieder nachbestellt werden.

Putzmittel in Altplastik-Flaschen (Recyclat)

Bei DM oder in Bioläden sind sie dir vielleicht schon aufgefallen: Ökologische Reingungsmittel werden immer häufiger in recycelten Plastikflaschen und in Bioplastik angeboten. Dazu zählen Produkte von Frosch, Ecover, Almawin, Klar, Sodasan und Seepje.

Flaschen aus Recyclat sind zwar nicht plastikfrei, jedoch wird somit kein neues Plastik auf Erdölbasis erzeugt. Es entsteht also weniger Müll. Plastik wird als Ressource betrachtet und weiterverarbeitet – es verbleibt in einem geschlossenen Wertstoffkreislauf. Eine perfekte Lösung ist es nicht, aber ein Kompromiss.

Mit Essig, Natron oder Kernseife putzen

Oma putzte plastikfrei. Essigwasser diente als Allzweckreiniger, Fensterscheiben wurden mit Zeitungspapier poliert. Und es funktioniert noch heute. Essig ist unheimlich vielseitig. Er entfernt schlechte Gerüche aus Kleidung, verdünnte Essigessenz entgrünt sogar Terrassen. Fügt man seinem „Reinigungs-Arsenal“ noch Zitronensäure, Kernseife, Natron und Waschsoda hinzu, bekommt man fast alles sauber.

Reinigungsmittel ohne Plastik daraus herzustellen ist aus Verpackungssicht einfach: Natron und Waschsoda gibt es im Papiersack. Essig ist in der Glasflasche erhältlich. Nur die Umsetzung ist nicht immer trivial. Wer sich in das Thema einarbeiten will, findet online unzählige Rezepte zum Ausprobieren.

Vor- und Nachteile selbstgemachter Reinigungsmittel

Der Vorteile von selbstgemachten Reinigungsmitteln liegt auf der Hand: Jeder kann so umweltfreundlich putzen, wie er möchte. Selbst hergestellte Reinigungsmittel sind außerdem besser für die Gesundheit und die Haut. Zudem sind sie vegan und enthalten keine bedenklichen Stoffe.

Der Nachteil: Man muss sich auf eine gewisse Lernkurve einstellen. Es dauert einfach ein paar Wochen, bis etwa der selbstangesetzte Orangenreiniger verwendet werden kann. Wenn das selbstgemachte Spülmittel mal wieder in der Flasche zusammenklumpt, muss man es wohl mit Humor nehmen.

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