Plastikfreier Wasserkocher von Ottoni Fabbrica

Plastikfreier Wasserkocher von Ottoni Fabbrica – Mein Erfahrungsbericht

Küchenkleingeräte

Der Wasserkocher von Ottoni Fabbrica gilt als der heilige Gral in der Plastikfrei-Community. Seit Juli 2019 bin ich nun stolze Besitzerin eines Wasserkochers der italienischen Marke und möchte meine Erfahrungen teilen, damit du leichter eine Kaufentscheidung treffen kannst. Bei dem stolzen Preis von beinahe 100€ für den plastikfreien Wasserkocher ist er schließlich nicht gerade ein Schnäppchen. In diesem Artikel erfährst du, was für und gegen das Gerät spricht.

Plastikfreie Wasserkocher – was heißt das?

Zuerst möchte ich sagen, dass sich natürlich Kunststoff-Bauteile an dem Wasserkocher befinden. Jedoch nicht im Innenraum. Weder am Ausguss, noch im Innenraum oder am Deckel befindet sich Plastik. Das Wasser kommt also ausschließlich mit Edelstahl in Berührung. Der Anschalter und die Basis bestehen typischerweise aus Kunststoff.

Bei technischen Geräten ist das wahrscheinlich das kleinste mögliche Übel. Ganz ohne geht es leider nicht. Bezüglich der Farbe habe ich mich übrigens für Anthrazit entschieden.

Ottoni Fabbrica – Vorteile

Es sei erneut betont, dass das Wasser hier wirklich mit keinem Plastikteil in Kontakt kommt. Wer seine Lebensmittel nicht in der Nähe von Plastik wissen will, ist hier genau richtig. Dazu kommt, dass sich der Wasserkocher schon beim Auspacken positiv von anderen Modellen abhebt. Keinerlei chemischer Geruch. Ein Blick in die Bedienungsanleitung sagt: Kein Auskochen nötig.

Das hat mich anfangs schon ein wenig fasziniert. In der heutigen Zeit ist man schon so daran gewöhnt, dass man neue Gegenstände erst einmal auslüften lassen muss, dass ich sehr positiv überrascht war, dass es hier nicht so ist. Doch eigentlich sollte es immer so sein.

Das Design ist zeitlos und hochwertig. Mir persönlich gefällt es sehr gut. Neben der Optik ist natürlich auch die Funktion wichtig. Hier kann ich nur sagen, dass alles sinnvoll aufeinander abgestimmt ist. Der Griff erhitzt sich nicht und kommt beim Ausgießen nicht mit heißem Dampf in Berührung. Alles funktioniert so wie es soll.

Nachteile

Neben der Lobeshymnen muss ich jedoch auch ein paar kleine Minuspunkte loswerden. Erstens gibt es sicherlich stylischere Wasserkocher. Wer auf der Suche nach Trendfarben ist, wird hier eher nicht fündig. Es gibt eine kleine Auswahl unterschiedlicher Farben und ein Modell mit Holzgriff, das war es dann schon. Der typische Ottoni-Look ist immer derselbe und das muss einem gefallen.

Zweitens finde ich die Verarbeitung nicht ganz so überzeugend, wie ich es bei einem Wasserkocher in der Preisklasse erwarten würde. Der Deckel löst sich nur mit einem leichten Ruckeln und insgesamt sitzt der Wasserkocher etwas wackelig auf der Basis. Mein vorheriger Wasserkocher, welcher einen Bruchteil kostete, wirkte stabiler. Diese beiden kleinen Schwächen sind allerdings nicht weltbewegend und inzwischen bemerke ich sie im Alltag nicht mehr.

Drittens – und das ist der wahrscheinlich größte Minuspunkt – ist er recht langsam. Man hat den Eindruck, dass Ottoni Fabbrica hier technisch nicht mehr nacharbeitet. Der Wasserkocher scheint auf dem Stand von vor ein paar Jahren stehen geblieben zu sein. Denn: Es gibt inzwischen deutlich flottere Modelle. Wem also Geschwindigkeit besonders wichtig ist, könnte hier ungeduldig werden.

Fazit und Kaufempfehlung

Auch wenn der Ottoni bei größerer Füllmenge etwas länger braucht, hat er mich insgesamt überzeugt. Wer einen hyper-modernen Wasserkocher mit verschiedenen Temperatur-Modi und hohem Tempo sucht, ist hier falsch. Für meine persönlichen Ansprüche ist der Wasserkocher jedoch absolut ausreichend. Der hohe Edelstahl-Anteil ist für mich ausschlaggebend. Ich würde den Ottoni definitiv wieder kaufen.

Weitere Wasserkocher mit wenig Plastik findest du im Artikel Wasserkocher ohne Plastik.

Teile diesen Artikel
Marken

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.