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Grillanzünder und Kaminanzünder ohne Plastik

Grillanzünder Kaminanzünder plastikfrei
HYDROPHIL: Gemeinsam

Ob für den Holzkohlegrill, den Feuerkorb oder den Kamin – Grillanzünder findet sich in jedem Haushalt. Wenn es draußen grün wird, heißt es angrillen. Oder man genießt einen Abend vor der Feuerschale. Viele Menschen benutzen dafür Grillanzünder aus der Plastikflasche. Dabei bekommt man Holz und Kohle auch mit natürlichen Materialien zum Brennen. Online gibt es viele Anbieter von Grillanzünder und Kaminanzünder ohne Plastik.

Anzündwolle aus Holzwolle und Wachs

Öko-Grillanzünder besteht aus Holzwolle und Wachs. Im Fall von Biokema handelt es sich hier um ein Upcycling-Produkt aus der industriellen Produktion von Ölen und Fetten. Der ökologische Grillanzünder von Biomat stammt aus den Werkstätten der Barmherzigen Brüder.

Schon mit ein bis zwei Stückchen lässt sich der Grill oder der Kamin anschüren. Daher reicht ein Karton mitunter jahrelang. Bei der Lagerung muss man sich keine Gedanken machen, denn die Holzwolle ist in Wachs getränkt und hält sich daher.

Die natürlichen Materialien kommen nicht nur der Umwelt zugute. Insbesondere auf dem Grill wird die Kohle nicht länger mit Chemikalien getränkt. Der Geruch von Holzkohle – und nicht von Spiritus – macht sich breit und das Grillgut schmeckt einfach besser. Auch am heimischen Kamin sind chemische Gerüche eher nicht erwünscht. Deswegen machen die Bio-Kaminanzünder hier ebenfalls viel Freude.

Grillanzünder aus Resten von Bienenwachstüchern

Ein weiteres Upcycling-Produkt zum plastikfreien Anzünden von Öfen, Kaminen oder des Grills sind die Wildwax Stix. Hier handelt es sich um Abschnitte, die bei der Produktion von Bienenwachstüchern entstehen.

Durch das Wachs sind die Sticks leicht entzündlich und brennen lange. Sie lassen sich außerdem krümelfrei zum nächsten Grillabend transportieren, da sie im Gegensatz zu Grillanzünder mit Holzwolle keine losen Bestandteile enthalten.

Anzündkamin: Grill durchglühen ohne Grillanzünder

Noch minimalistischer und vor allem schnell kann man die Grillkohle mit einem Anzündkamin zum Glühen bringen. Normalerweise heißt die Lösung hier: Einfach reichlich Grillanzünder drauf und los geht es. Das riecht jedoch nicht gerade einladend und umweltverträglich ist es auch nicht.

Mit einem Anzündkamin wird nur ein Stück Öko-Grillanzünder oder etwas Zeitungspapier benötigt. Sie bestehen meistens aus Edelstahl und sind somit rost- und hitzebeständig. Online gibt es regelrechte Luxusausführungen, aber das ist gar nicht nötig. Im Kern handelt es sich schließlich nur um einen Metallzylinder mit Griff. Wichtig ist aber: Der Anzündkamin sollte in jedem Fall über ein Hitzeschild verfügen, denn beim Einfüllen der Kohle in den Grill kann es richtig heiß werden.

Nicht jeder ist mit dem Konzept des Anzündkamins vertraut, daher eine Kurzanleitung:

Als erstes wird die Grillkohle in den Anzündkamin gefüllt. Danach zündet man den Grillanzünder auf einer feuerfesten Unterlage an. Nun stellt man den Anzündkamin darauf und innerhalb von 15 Minuten ist die Holzkohle durchgeglüht. Das Grillvergnügen kann direkt losgehen. Schneller und plastikfreier geht es nicht.

Die Survival-Methode: Grillanzünden mit einer Flasche

Wer das Männerbuch gelesen hat, kennt die wohl primitivste Methode, den Grill anzuzünden. Diese ist auch noch plastikfrei und soll daher nicht unerwähnt bleiben. Es braucht nur eine Zeitung und eine Glasflasche. Zuerst wird die Zeitung von der langen Seite her zu einer Papierschlange eng gefaltet. Diese wird anschließend um die Glasflasche gewickelt. Danach stellt man die Flasche in die Mitte des noch leeren Grills.

Jetzt wird die Kohle eingefüllt. Der Kamin aus Zeitung sollte etwas bedeckt sein. Nun zieht man die Flasche heraus und zündet den Zeitungskamin mit etwas Papier an. Er kollabiert nach und nach, aber es werden in dieser Zeit genug Kohlen Feuer fangen und zu glühen beginnen. Schneller geht es jedoch mit einem soliden Anzündkamin. Als plastikfreie Methode in der Not reicht es dennoch!

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