Strohhalme plastikfrei

Plastikfreie Strohhalme aus Edelstahl, Glas & Bambus im Test

Küchenzubehör

Das Verbot von Plastik-Strohhalmen ist auf EU-Ebene bereits beschlossene Sache. Nun muss die Richtlinie in den einzelnen Staaten nur noch umgesetzt werden. Zeit, sich um Alternativen zu bemühen. Strohhalme ohne Plastik gibt es aus Edelstahl, Glas und Bambus. Doch welches Material ist das Beste?

Was und wie wurde getestet?

Gestestet wurden drei etwa gleich lange, gleich dicke Strohhalme aus Edelstahl, Glas und Bambus. Ich habe mir einen Latte Macchiato und ein eisgekühltes Wasser damit schmecken lassen. Auf diese Weise kamen die Eigenschaften in warmen und kalten Getränken zum Tragen. Anschließend habe ich die Strohhalme gespült und damit auf die Alltagstauglichkeit geprüft.

Leider holzig: Strohhalme aus Bambus

Eigentlich waren die Strohhalme aus Bambus mein Favorit, denn optisch finde ich sie einfach cool. Meine stammen von Pandoo. Leider sieht die Praxis anders aus. Während ich mit den Strohhalmen aus Glas und Edelstahl auch ohne Probleme einen Smoothie hätte trinken können, ist das Loch des Bambus-Strohhalms bei gleichem Gesamtdurchmesser deutlich kleiner. Am meisten stört mich jedoch der holzige Geschmack. Insbesondere der Latte Macchiato ist geschmacklich deutlich verändert. Auch der Bambus-Geruch wandert mir in die Nase und lenkt von meinem Kaffeegenuss ab.

Beim Spülen wirkt der am Bambus klebende Milchschaum wenig appetitlich auf mich. Edelstahl und Glas bin ich als Geschirr gewohnt, Bambus eher nicht. Dennoch wird das Bambusröhrchen tadellos sauber, was auch an der enthaltenen Reinigungsbürste liegt.

Kann man machen: Strohhalme aus Glas

Platz zwei bekommen die Strohhalme aus Glas. Sie wirken sehr stabil. Man müsste sie also wirklich herunterwerfen, um sie zu zerstören. Weder bei dem heißen, noch bei dem kalten Getränk ändert sich die Temperatur des Strohhalms. Dank der angenehmen Dicke des Glases kann man also entspannt trinken, ohne sich den Mund zu verbrennen. Eigengeschmack muss hier niemand befürchten, denn Glas hat sowas schlichtweg nicht. Bei der Reinigung gefällt mir besonders gut, dass ich genau sehen kann, ob auch wirklich alles sauber ist.

Insgesamt ist der Strohhalm aus Glas trotzdem nicht mein Favorit, denn ich habe das leicht unangenehme Gefühl, ein Reagenzglas im Mund zu haben. Leider nicht mein Fall!

Mein Favorit: Der Strohhalm aus Edelstahl

Klappert das nicht gegen die Zähne? Ist das nicht kalt? Vor dem Praxistest war mir nicht klar, dass die Strohhalme aus Edelstahl die für mich beste Lösung sein würden. Die Strohhalme sind dicker als gedacht und dadurch ändert sich auch die Temperatur bei Kontakt mit den Getränken kaum. Beim Thema Eigengeschmack wurde ich positiv überrascht: Ich habe keinen bemerkt. So sollte es auch sein, schließlich ist hochwertiger Edelstahl lebensmittelecht. Wer also das Metall schmecken kann, hat wahrscheinlich keinen Edelstahl von 18/10 oder 18/8er Qualität erwischt.

Die Reinigung funktionierte problemlos und bei Edelstahl oder Glas hätte ich auch keinerlei Bedenken, die Strohhalme einfach in den Geschirrspüler zu stecken. Das würde ich beim Bambus-Strohhalm lieber lassen.

Fazit

Mit allen drei Strohhalmen konnte ich gut trinken. Es gibt also keinen klaren Verlierer dieses Tests und jeder kann für sich entscheiden, was ihm am besten zusagt. Ich habe jedoch meinen Favoriten schnell gefunden. Obwohl ich gegenüber dem Edelstahl-Strohhalm am meisten Bedenken hatte, hat mir diese Variante schlussendlich am besten gefallen.

Den Glas-Strohhalm fand ich auch okay, aber aufgrund des „Reagenzglas-Gefühls“ nicht ideal. Bambus mochte ich nicht, obwohl das eigentlich mein Favorit war. Wenn dich Geruch und Geschmack von Holz nicht stören und du zum Beispiel Holzzahnbürsten Klasse findest, kannst du ihnen trotzdem eine Chance geben.

Das war mein Eindruck. Was ist dein Favorit?

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