Festes Shampoo, Haarseife, plastikfrei

Shampoo ohne Plastik und Mikroplastik

Hygieneartikel

Wie viele leere Shampooflaschen landen monatlich in deinem Müll? Es geht auch anders. Haare waschen ohne Plastik ist gar nicht so schwer. Festes Shampoo erledigt den Job genauso. Vielleicht traust du dich sogar an Haarseife, Roggenmehl oder Lavaerde ran? In diesem Artikel findest du einen kleinen Einstieg in die Welt der plastikfreien Haarwäsche.

Shampoo ohne Plastik im Glas

Shampoo ohne Plastik ist fast immer fest. Von Fair Squared und Marius Fabre gibt es jedoch Shampoo im Glas. Das ist zwar plastikfrei, aber nicht ganz ungefährlich. Und auch der Preis hat es in sich. Außerdem gibt es bessere Alternativen. Schließlich besteht Haarshampoo zu großen Teilen aus Wasser, das dann vom Hersteller zum Händler zum Kunden transportiert wird. Das macht feste Shampoos so nachhaltig. Sie sind klein, leicht und haben dieselben Wirkstoffe. Erst unter der Dusche wird ihnen Wasser zugesetzt. So werden jede Menge Verpackungen und Benzin gespart – der Reinigungs-Effekt ist jedoch derselbe.

Shampoo ohne Plastik: Festes Shampoo

Festes Shampoo ist nicht zu verwechseln mit Haarseife. Es ist im Prinzip normales Shampoo, nur ohne Wasseranteil. Perfekt für den Einstieg. Festes Shampoo schäumt stärker als Haarseife und fühlt sich dadurch wie gewohnt an. Man zieht es sich einfach durch die Haare, bis genug Schaum vorhanden ist und wäscht sich dann ganz normal die Haare. Da auch DM inzwischen ein festes Alverde-Shampoo führt, ist es kein Problem mehr, sich eines zum Testen zu besorgen.


Ganz billig ist die plastikfreie Haarwäsche nicht: Zwar versprechen die Hersteller von festem Shampoo gerne, dass eine Shampoo Bar mindestens so lange hält wie eine Flasche Shampoo. Das stimmt nicht immer, daher muss man sich durchaus auf höhere Kosten pro Haarwäsche einstellen.

Festes Shampoo kommt oft in der Metalldose. Genau genommen ist das nicht wirklich nachhaltig, denn auch hier wird für die Herstellung viel Energie aufgewendet. Und was will man mit 12 Metalldosen pro Jahr? Besser für die Umwelt sind daher feste Shampoo Bars aus dem Pappkarton oder der Papierhülle.

Plastikfrei Haare waschen mit Haarseife

Die hohe Schule sind dagegen Haarseifen. Wer diese ausprobieren möchte, sollte sich dafür ein freies Wochenende aussuchen. Denn die Gefahr, dass die Haare erstmal nicht so gut aussehen, ist relativ hoch. Insbesondere, wenn das Haar an herkömmliche Produkte mit Silikonen gewöhnt ist. Dann sollte man sich auf eine gewisse Umstellungsphase einstellen. Doch auch so ist es schwierig, ein Gefühl dafür zu bekommen, ob die Haare sauber werden. Schließlich schäumt die Haarseife nicht so stark und das kann irritieren.

Besser verteilen lässt sich Haarseife im Seifensäckchen. Auf diese Weise kann man auch kleinere Seifenreste besser aufbrauchen. Hat man den Bogen einmal raus, ist die Haarwäsche mit Seife sehr praktisch. Beim Duschen und Haare waschen kann man gleich das selbe Seifensäckchen verwenden und benötigt kein weiteres Produkt für die Körperpflege.

Bei der Verwendung von Haarseife spielt auch die Wasserhärte eine Rolle. Ist das Wasser relativ hart, braucht man nach der Haarwäsche wahrscheinlich eine sogenannte „saure Rinse“, um wieder Glanz in die Haare zu bekommen. So bezeichnet man eine Spülung mit Essigwasser.

Haarseife plus Duschseife in Einem

Vielleicht suchst du eher nach unkomplizierten Kombiprodukten? Dann sind die plastikfreien Dusch- und Haarseifen von Hello Simple und Duschbrocken genau das Richtige für dich. Die Seifen sind so abgestimmt, dass sie sich für Haut und Haare eignen. Das ist praktisch, vor allem unterwegs. Nicht umsonst vermarktet sich das Startup Duschbrocken als Partner für Backpacker und Vielreisende, inklusive plastikfreier Seifendose. Auch Savion führt eine Sportler- und Reiseseife für Haare und Körper im Sortiment.

Chemiefrei Haare waschen mit Roggenmehl

Viel billiger als festes Shampoo oder Haarseife ist Roggenmehl. Eine Warnung vorneweg: Wer über niedrigen Wasserdruck verfügt, sollte lieber die Finger davon lassen. In Verbindung mit Wasser wird aus Mehl eine klebrige Pampe und die verstopft unter Umständen den Abfluss. Für alle anderen ist diese Variante definitiv einen Versuch wert. Roggenmehl ist sanft zu Haut und Haar und damit für empfindliche Hauttypen interessant. Das Haar bekommt einen schönen Glanz.

Damit das Haare waschen mit Mehl noch einfacher gelingt, gibt es die sogenannte Liesl Haarwaschflasche. Damit kann man sich vor dem Duschen sein „Shampoo“ anrühren und es bequemer auftragen. Die Flasche ist auch für eine saure Rinse geeignet. Zwar ist sie aus Plastik, jedoch kann man sie immer wieder verwenden. Glas wäre unter der Dusche eher ein Sicherheitsrisiko.

Lavaerde und Heilerde als Shampoo ohne Plastik

Lavaerde und Heilerde sind ebenfalls vegane und chemiefreie Arten, sich die Haare zu waschen. Auch hierbei leistet die „Liesl“ gute Dienste. Besonders bei gereizter Kopfhaut kann eine Haarwäsche mit Heilerde Wunder wirken. Fettige Haare können ebenfalls von Lavaerde profitieren, denn sie saugt sich regelrecht damit voll. Dazu gibt es einen schönen Peelingeffekt. Duschen kann man damit übrigens auch.

Eine Lösung für die Dauer ist die Wäsche mit Heilerde oder Lavaerde jedoch eher nicht. Hier schäumt wirklich gar nichts. Die Handhabung ist also alles andere als einfach. Erst mit etwas Übung bekommt man wirklich das Gefühl, dass die Haare sauber werden. Bis dahin sollte man zwischendurch eine Wäsche mit festem Shampoo oder Haarseife einplanen.

Und noch ein Tipp: Wer Heilerde nutzt, hat damit gleichzeitig ein plastikfreies Trockenshampoo. Einfach mit einem Puderpinsel auf die Haare verteilen und danach ausbürsten.

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