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Backpapier ohne Plastik

Backpapier plastikfrei
HYDROPHIL: Gemeinsam

Es gibt viele Produkte, wo man verstecktes Plastik vermutet. Zu Unrecht beim Thema Backpapier: Die Beschichtung, die für verbesserte Eigenschaften sorgt, besteht aus Silikon. Backpapier ohne Plastik ist daher Standard.

Auch wenn Silikon und Plastik nicht dasselbe sind, stellt sich dennoch die Frage nach der Unbedenklichkeit für Körper und Umwelt. Dazu findest du in diesem Artikel Antworten und Tipps. Natürlich dürfen auch die Produktempfehlungen nicht fehlen.

Hier erfährst du, welche Alternativen zu Backpapier es gibt (es sind wahrscheinlich mehr als du denkst) und ob man es nicht einfach weglassen kann.

Backpapier ohne Plastik – aber mit Silikon

Backpapier, welches dünn mit Silikon beschichtet ist, gilt offiziell und gemäß einer DIN-Norm als kompostierbar. Auch Biomarken wie If you care setzen eine Silikonschicht ein.

Wer kein Problem mit Silikon hat und den Herstellern vertraut, kann das beschichtete Backpapier durchaus verwenden.

Die Frage ist nur – was passiert mit den winzigen Rückständen der Silikon-Beschichtung, wenn das Papier verrottet ist?

Über die Langzeitwirkung von Silikon auf die Umwelt gibt es keine belastbaren Zahlen. Am Ende ist es eine Gewissensentscheidung.

Ich persönlich denke, dass man die Umwelt nicht unnötig mit einem nicht-abbaubaren Stoff belasten sollte, solange es Alternativen gibt.

Backpapier ohne Silikon-Beschichtung

Wer lieber keinen Kunststoff auf seinem Backpapier haben möchte, findet in Biomärkten inzwischen zahlreiche Alternativen. Zum Beispiel das 4-in-1 Einschlagpapier von Compostella.

Es ersetzt Frischhaltefolie, Alufolie, Einschlagpapier und silikonisiertes Backpapier. Es besteht zu 100% aus Zellulose und ist daher vollkommen unbedenklich. Zellulose ist kompostierbar und innerhalb von zwei Wochen vollständig abgebaut.

Silikonfreies Backpapier gibt es außerdem bei Direktnatur.

Alternativ kann man auch eine Rolle Butterbrotpapier kaufen und diese als Ersatzprodukt nutzen. Du solltest es allerdings vorher einfetten.

Dauerbackfolie = Backpapier ohne Plastik

Ein anderer Ansatz ist Dauerbackfolie. Hier entsteht kein Müll mehr, denn sie wird anstatt von Backpapier einfach immer wieder verwendet. Sie besteht meistens aus Silikon, was sich auch perfekt für diesen Zweck eignet, da es hitzebeständig, gut abwischbar und langlebig ist.

Wer der Sache dennoch misstraut, nutzt die silikonfreie Backmatte von tastory. Sie besteht aus Glasfasergewebe, welches mit Teflon überzogen ist.


Plastikfreie Alternativen zu Backpapier

Backpapier ohne Plastik

Du möchtest nicht nur Plastik, sondern auch Silikon umgehen? Kein Problem. Die nächsten Tipps sind für alle, die Backpapier weder nutzen oder durch eine Dauerbackfolie ersetzen, sondern es einfach weglassen möchten.

So vermeidest du nebenbei jede Menge Müll.

Backbleche aus Glas

Mit Backblechen aus Glas kommst du ganz einfach ohne Backpapier aus. Genau wie bei einer Auflaufform aus Glas reicht es aus, das “Blech” einzufetten.

Damit ist diese Alternative eine echte Investition in die Zukunft und in meinen Augen die mit Abstand beste Lösung – Zero Waste eben.

  • Hitzebeständig bis 300°C
  • Lässt sich leicht reinigen
  • Geschmacksneutral
  • Kratzfest & Rostfrei
  • Spülmaschinenfest
  • Zum Servieren geeignet

Backpapier weglassen – Einfetten und Mehlen

Im Grunde ist Backpapier gar nicht immer nötig. Insbesondere für Backformen ist Backpapier vollkommen unnötig und eine eher neue Erfindung der Industrie.

Egal was in der Toppits-Werbung gesagt wird: Es reicht vollkommen aus, die Backformen einzufetten. Auch auf Backblechen kommt man damit überraschend weit.

Probiere es ruhig aus, einfach das Blech einzufetten und etwas Mehl darauf zu verteilen. Das ist auch ein kleiner Notnagel, wenn das Backpapier mal alle ist.


Wo lauert Kunststoff in Backpapier?

Wenn es nicht anders drauf steht, ist Backpapier fast immer beschichtet.

Auch dann, wenn auf der Verpackung “kompostierbar” oder das FSC-Siegel zu sehen sind. Allgemein gilt: Je mehr tolle Eigenschaften ein Material mitbringt, desto wahrscheinlicher wurde es mit Kunststoff “aufgewertet”.

Backpapier ist hierfür ein gutes Beispiel: Normales Backpapier klebt an und reißt schnell. In Kombination mit Silikon verbessern sich die Nutzungseigenschaften deutlich. Kein Ankleben, Verrutschen, Reißen oder Durchfetten mehr.

Ist Silikon unbedenklich?

Langezeit galt Silikon als vollständig unbedenklich. Inzwischen erklärte die EU einige Siloxan-Verbindungen doch für schädlich. Generell lässt sich festhalten, dass Silikon genau wie Plastik nicht biologisch abbaubar ist und unserem Planeten leider erhalten bleibt. Wenn man es also vermeiden kann, sollte man das tun.

Silikon ist zwar ein Kunststoff, aber kein Plastik. Es kann alle Formen annehmen und begegnet uns in vielen Bereichen, von der Hautcreme bis zum Implantat. Silikon gilt als nicht-toxisch, weshalb es auch in der Medizin verwendet wird. Außerdem ist es BPA-frei, hitzebeständig und besonders langlebig.

Außerdem muss man einwenden, dass man es hier mit unterschiedlichen Qualitäten zu tun hat. Während man bei Implantaten (hoffentlich) von der besten Qualität ausgehen kann, gibt es durchaus auch minderwertige Silikonprodukte und welche, die aus Kostengründen nicht korrekt verarbeitet wurden.

So können beispielsweise Backformen bei den ersten Benutzungen noch ausgasen, da sich Hersteller hier einen Arbeitsschritt sparen. Im Alltag kann man sich schützen, indem man Silikonprodukte vor der ersten Benutzung auskocht. Etwa Schnuller, Trinksauger und Backformen. Bei Backpapier geht das leider nicht.

Zwar ist Backpapier ohne Plastik, jedoch ist es häufig mit Silikon beschichtet. Wie siehst du das – vermeidest du nur Plastik oder möchtest du auch nichts mit Silikon zu tun haben? Schreib es gerne in die Kommentare.

Kommentare

  • Silikon ist für mich absolut kein Ersatz – es läßt sich einfach nicht recyclen. Dann hat man eine dickere Matte anstatt sehr dünne Beschichtung… und die dicke Matte benutzt man öfter… aber letztlich landet sie doch früher oder später im Restmüll. Also wird vielleicht der Restmüll etwas reduziert… aber der Silikonanteil geht nur leicht zurück.

    Ich finde es erschreckend, wie gedankenlos und oft Silikon (oder Teflon-Beschichtungen) als “nachhaltige” Alternativen beworben werden.

    • Hallo Ann,

      danke für deinen Kommentar. Ich stimme dir zu und denke auch, dass man nicht gedankenlos Silikon verwenden sollte. Ich hoffe, das ist im Artikel deutlich geworden.

      Im Grunde ist es so: Wenn Silikon nicht deutlich teurer als Plastik wäre, würde in den Meeren und Flüssen jetzt genauso auch Silikonprodukte schwimmen. Beide sind nicht biologisch abbaubar. Letztendlich sollte man um beides – so gut es geht – einen Bogen machen. Daher verwende ich zum Beispiel keine Silikonbackformen und achte auf unbeschichtetes Backpapier.

      Viele Grüße,
      Cornelia

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