Backpapier plastikfrei

Backpapier ohne Plastik

Küchenzubehör

Es gibt viele Produkte, wo man verstecktes Plastik vermutet. Zu Unrecht beim Thema Backpapier: Die Beschichtung, die für verbesserte Eigenschaften sorgt, besteht aus Silikon. Backpapier ohne Plastik ist daher Standard. Auch wenn Silikon und Plastik nicht dasselbe sind, stellt sich dennoch die Frage nach der Unbedenklichkeit für Körper und Umwelt. Dazu findest du in diesem Artikel Antworten und Tipps.

Natürlich dürfen auch die Produktempfehlungen nicht fehlen. Hier erfährst du, welche Alternativen zu Backpapier es gibt (es sind wahrscheinlich mehr als du denkst) und ob man es nicht einfach weglassen kann.

Wo lauert Kunststoff in Backpapier?

Wenn es nicht anders drauf steht, ist Backpapier fast immer beschichtet. Auch dann, wenn auf der Verpackung „kompostierbar“ oder das FSC-Siegel zu sehen sind. Allgemein gilt: Je mehr tolle Eigenschaften ein Material mitbringt, desto wahrscheinlicher wurde es mit Kunststoff „aufgewertet“.

Normales Backpapier klebt an und reißt schnell. In Kombination mit Silikon verbessern sich die Nutzungseigenschaften deutlich. Kein Ankleben, Verrutschen, Reißen oder Durchfetten mehr.

Ist Silikon unbedenklich?

Silikon ist zwar ein Kunststoff, aber kein Plastik. Es kann alle Formen annehmen und begegnet uns in vielen Bereichen, von der Hautcreme bis zum Implantat. Silikon gilt als nicht-toxisch, weshalb es auch in der Medizin verwendet wird. Außerdem ist es BPA-frei, hitzebeständig und besonders langlebig. Langezeit galt Silikon als vollständig unbedenklich. Inzwischen erklärte die EU einige Siloxan-Verbindungen doch für schädlich.

Jedoch muss man einwenden, dass man es hier mit unterschiedlichen Qualitäten zu tun hat. Während man bei Implantaten (hoffentlich) von der besten Qualität ausgehen kann, gibt es durchaus auch minderwertige Silikonprodukte und welche, die aus Kostengründen nicht korrekt verarbeitet wurden.

So können beispielsweise Backformen bei den ersten Benutzungen noch ausgasen, da sich Hersteller hier einen Arbeitsschritt sparen. Im Alltag kann man sich schützen, indem man Silikonprodukte vor der ersten Benutzung auskocht. Etwa Schnuller, Trinksauger und Backformen. Bei Backpapier geht das leider nicht.

Backpapier ohne Plastik – aber mit Silikon

Wer kein Problem mit Silikon hat und den Herstellern vertraut, kann das beschichtete Backpapier durchaus verwenden. Es ist angeblich nicht weniger nachhaltig: Backpapier, welches dünn mit Silikon beschichtet ist, gilt offiziell und gemäß einer DIN-Norm als kompostierbar. Auch Biomarken wie If you care setzen eine Silikonschicht ein.

Die Frage ist nur – was passiert mit den winzigen Rückständen der Silikon-Beschichtung, wenn das Papier verrottet ist?

Über die Langzeitwirkung von Silikon auf die Umwelt gibt es keine belastbaren Zahlen. Am Ende ist es eine Gewissensentscheidung. Ich persönlich denke, dass man die Umwelt nicht unnötig mit einem nicht-abbaubaren Stoff belasten sollte, solange es Alternativen gibt.

Backpapier ohne Silikon-Beschichtung

Wer lieber keinen Kunststoff auf seinem Backpapier haben möchte, findet in Biomärkten inzwischen zahlreiche Alternativen. Zum Beispiel das 4-in-1 Einschlagpapier von Compostella. Es ersetzt Frischhaltefolie, Alufolie, Einschlagpapier und silikonisiertes Backpapier. Da es zu 100% aus Zellulose besteht, ist es innerhalb von zwei Wochen abbaubar und vollkommen unbedenklich. Silikonfreies Backpapier gibt es außerdem bei Direktnatur. Alternativ kann man auch eine Rolle Butterbrotpapier kaufen und diese als Ersatzprodukt nutzen. Du solltest es allerdings vorher einfetten.

Backpapier ohne Plastik – Dauerbackfolie

Ein anderer Ansatz ist Dauerbackfolie. Hier entsteht kein Müll mehr, denn sie wird anstatt von Backpapier einfach immer wieder verwendet. Sie besteht meistens aus Silikon, was sich auch perfekt für diesen Zweck eignet, da es hitzebeständig, gut abwischbar und langlebig ist.

Auf die möglichen Risiken von Silikon habe ich oben bereits hingewiesen. Im Fall von Dauerbackfolie kann man sie jedoch vor Gebrauch ausdampfen lassen und ist so auf der sicheren Seite.

Wer der Sache dennoch misstraut, nutzt die silikonfreie Backmatte von Grillguard. Sie besteht aus Fieberglas, welches mit Teflon überzogen ist.

Backbleche aus Glas

Du möchtest endlich nicht mehr über das Für und Wider von Silikon nachdenken? Kann ich verstehen. Die nächsten Tipps sind für alle, die Backpapier weder nutzen noch durch eine Dauerbackfolie ersetzen wollen – sondern sie einfach weglassen möchten. So vermeidest du nebenbei jede Menge Müll.

Mit Backblechen aus Glas geht das ganz einfach. Genau wie bei einer Auflaufform aus Glas reicht es auch hier aus, das „Blech“ einzufetten. Außerdem lässt sich Glas gut abwischen, kann nicht zerkratzen oder rosten. Noch dazu darf das Backblech aus Glas in den Geschirrspüler und macht beim Servieren eine gute Figur.

Backpapier weglassen – Mehlen und Einfetten

Im Grunde ist Backpapier gar nicht immer nötig. Insbesondere für Backformen ist Backpapier vollkommen unnötig und eine eher neue Erfindung der Industrie. Es reicht vollkommen aus, die Formen einzufetten. Auch auf Backblechen kommt man damit überraschend weit. Probiere es ruhig aus, einfach das Blech einfetten und etwas Mehl darauf verteilen. Das ist auch ein kleiner Notnagel, wenn das Backpapier mal alle ist.

Zwar ist Backpapier ohne Plastik, jedoch ist es häufig mit Silikon beschichtet. Wie siehst du das – vermeidest du nur Plastik oder möchtest du auch nichts mit Silikon zu tun haben? Schreib es gerne in die Kommentare.

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